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03.01.2018

Erneute Kandidatur ausgeschlossen

Landrat Rolf Christiansen veröffentlicht persönliche Erklärung zur Landratswahl 2018

Landrat Rolf  Christiansen
Landrat Rolf Christiansen © Merle Christiansen

Landrat Rolf Christiansen hat heute im Landratsamt in Parchim im Rahmen einer Pressekonferenz folgende persönliche Erklärung zur Landratswahl 2018 abgegeben:

"Ich habe mich entschieden, nicht noch einmal für das Amt des Landrates im Landkreis Ludwigslust-Parchim zu kandidieren. Diese Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen. Gerade in den letzten Wochen und Monaten habe ich sehr viel Zuspruch erfahren und bin von vielen Menschen ermuntert worden, mich noch einmal zur Wahl zu stellen. Aber das Amt des Landrates erfordert ein sehr hohes Maß an Engagement und Einsatzbereitschaft. Ich habe dieses Amt immer mit großer Überzeugung und mit vollem Einsatz ausgeübt und mir dabei selbst sehr hohe Anforderungen gestellt. Aber jeder Mensch hat nur eine Gesundheit. Nach meiner schweren Erkrankung 2013/2014 habe ich nicht zu meiner alten Kraft und Konstitution zurückfinden können. Wenn man aber erkennt, dass man die selbst gesetzten Ansprüche an das Amt nicht mehr vollen Umfanges über die gesamte Wahlzeit von sieben Jahren erfüllen können wird, muss man aus Respekt vor dem Amt des Landrates und aus Respekt vor den Menschen im Landkreis auch schweren Herzens auf eine erneute Kandidatur verzichten und bereit sein, die Verantwortung an die jüngere Generation zu übergeben.

Auch wenn ich lange mit mir gerungen habe, fällt diese Entscheidung zu einem guten Zeitpunkt und macht sie damit leichter. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim ist sehr gut aufgestellt.

Die Arbeitslosenquote ist auf einen historischen Tiefstand. Die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft sind gut entwickelt und werden sich weiter verbessern. Der Landkreis ist hier mit seiner Wirtschaftsförderungsgesellschaft und den Fachdiensten sehr gut aufgestellt. Der Landkreis ist Mitglied der Metropolregion Hamburg.

Die Kreisfinanzen sind in Ordnung gebracht. Dafür stehen die Senkung der Kreisumlage und der Abbau der Fehlbeträge bis Ende 2018 ebenso wie die Stärkung der Investitionen in Bildung, Straßen und freiwillige Aufgaben.
Die Zukunftsweichen für den ländlichen Raum sind gestellt. Das Kreisentwicklungskonzept ist verabschiedet. Der ÖPNV ist jetzt ein echtes Mobilitätsangebot im ländlichen Raum. Der flächendeckende Breitbandausbau ist angeschoben. Damit ergeben sich ganz neue Perspektiven.

Der Landkreis wird seiner Verantwortung im Sozial- und Jugendbereich gerecht und hält ein flächendeckendes Angebot vor und hat auch die freiwilligen Aufgaben in diesen beiden Feldern auf hohem Niveau fortgeschrieben – ganz nach meinem langjährigen Motto: wirtschaftlich denken, sozial handeln.

Die Verwaltung ist gut aufgestellt. Als einziger Landkreis arbeiten wir umfangreich mit Bürgerbüros, halten also die Wege für die Bürger kurz. Verwaltungsmodernisierung, einheitliche Behördeneinwahl mit der Telefon-Nr. 115, Online-Angebote und umfassende Informationen im Internetportal sind ebenfalls Erfolgsfaktoren.

Mit Ablauf meiner Amtszeit im Oktober 2018 kann ich dann auf eine über 24-jährige erfolgreiche Amtszeit als Landrat durchaus mit Stolz zurückblicken. Bis dahin bleibt aber noch viel zu tun!"