Zurück zur Listenansicht

07.07.2018

Wald- und Flächenbrand bei Groß Laasch – massiver Löschwasser-Einsatz zeigt Wirkung

Technische Einsatzleitung: Lageentwicklung positiv, Brand- und Explosionsgefahr jedoch weiter groß / 1000-Meter-Sperrzone und Straßensperrungen bleiben bis auf weiteres bestehen

Der massive Löscheinsatz im Waldbrandgebiet an der Autobahn 14 bei Groß Laasch (Landkreis Ludwigslust-Parchim) zeigt Wirkung: Nach Angaben der technischen Einsatzleitung gibt es dort kein offenes Feuer mehr, Glutnester sind jedoch noch vorhanden. Der Einsatz des Technischen Hilfswerks und der Lösch- und Bergepanzer hat sich nach Einschätzung der Einsatzleitung bewährt.

Seit heute früh um 6 Uhr pumpt das THW große Wassermengen in das Waldbrandgebiet an der Autobahn 14 bei Groß Laasch (Landkreis Ludwigslust-Parchim). Etwa 1,8 Millionen Liter sind bis zum späten Nachmittag aus dem aufgestauten Ludwigsluster Kanal an die Brandherde gepumpt worden. Zusätzlich haben die Freiwilligen Feuerwehren sechs Wasserwerfer mit einer Gesamtleistung von etwa 12.000 Litern in der Minute aufgebaut. 108 Einsatzkräfte sind zurzeit im Schichtsystem im Dauereinsatz, insbesondere für das Herstellen der rund vier Kilometern Schlauchleitungen.

Ein erneuter Überflug des Brandgebietes mit einem Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera bestätigte heute Nachmittag die insgesamt positive Entwicklung. Solange jedoch noch nicht alle Glutnester im Waldboden gelöscht sind und es weiterhin zur Explosion  von Munitionsresten kommen kann, bleibt die Situation aus Sicht der Einsatzleitung hoch gefährlich. In Abstimmung mit dem Landkreis und allen weiteren beteiligten Behörden bleiben alle Sicherheitsmaßnahmen bis auf weiteres bestehen: die 1000-Meter-Sperrzone um das betroffene Waldstück ebenso wie die Vollsperrung der 50 Meter von Brandort verlaufenden A 14 vom Autobahnkreuz Schwerin bis zur Anschlussstelle Grabow, der B 191 zwischen Ludwigslust und Neustadt-Glewe und weiterer Straßen in der Umgebung von Groß Laasch.

Das Feuer war am 4. Juli auf einer fünf Hektar großen Ackerfläche entstanden und hatte durch heftigen Wind auf ein etwa 20 Hektar großes Waldstück an die A 14 übergegriffen. Als große Gefahr erwies sich im Wald befindliche Munition aus dem 2. Weltkrieg, die durch die Hitzeentwicklung explodierte und Feuerwehrleute zu verletzen drohte. Aus Sicherheitsgründen mussten die Brandbekämpfer 1000 Meter Sicherheitsabstand zum Brandgeschehen halten und die Löscharbeiten vom Boden aus einstellen. Eingesetzt wurden dann ein Löschhubschrauber der Bundeswehr sowie zunächst zwei, dann ein Lösch- und ein Bergepanzer einer zivilen Firma.

 

 

Kontakt für Rückfragen:

Landkreis Ludwigslust-Parchim

Andreas Bonin

Pressesprecher

03871 722-9203

andreas.bonin@kreis-lup.de